Aktuelle Ausgabe

Messe Dresden als Ankunftszentrum für Flüchtende aus der Ukraine

06.04.2022

Die Situation bringt neuerliche Einschränkungen des Betriebes mit sich, auch Absagen weit im Voraus geplanter Veranstaltungen.

Bereits pandemiebedingt liegen hinter der Messe Dresden mehr als zwei Jahre massiv eingeschränkter Betrieb. Nun, nach Beschluss der Lockerungen, sollte gemeinsam nach vorn geschaut und der Blick auf das eigentlich das Unternehmen ausmachende Messe- und Veranstaltungsgeschäft gelegt werden. Dann kam der Krieg in der Ukraine.

Mit dem breiten Konsens in der Bevölkerung und unter Berücksichtigung der akuten Notsituation für die Betroffenen hat die Landeshauptstadt Dresden Mitte März beschlossen, die Messehallen 1, 2 und 4 als Ankunftszentrum und Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtende aus der Ukraine auszustatten und zu betreiben. Der zentrale Zugang über das gläserne Hauptfoyer bedingt zusätzlich die Einbindung großer Teile der Via Mobile; das Impfzentrum wurde situativ von der Halle 3 in das Foyer und Untergeschoss der Halle 1 verlegt.

Derzeit benennt die Information der Landeshauptstadt die beschriebene Umnutzung der Messe Dresden bis Ende August. „Es ist uns ein Anliegen, unsere uneingeschränkte Solidarität mit den Menschen in der Ukraine zu zeigen“, stellt Ulrich Finger, Geschäftsführer, klar und spricht damit auch für sein gesamtes, gut 30-köpfiges Messeteam. Mit Selbstverständlichkeit wurde so von seiner Belegschaft aktiv mitgeholfen, vor Ort in kürzester Zeit alle Voraussetzungen für die schnelle Inbetriebnahme des Ankunfts- und Erstaufnahmezentrums zu schaffen. „Jetzt tagtäglich hier die absolute Dringlichkeit des Notwendigen zu erleben, macht schon demütig. Und relativiert so Einiges an parallelen Sorgen.“

Denn für das Kerngeschäft der Messe Dresden bedingt die Entscheidung neuerlich eine Vielzahl von Einschränkungen und betrifft insbesondere die in den kommenden Monaten geplanten, bereits vertraglich fixierten Veranstaltungen in den Hallen 1, 2 und 4. Hier die Messegesellschaft zum Großteil „nur“ als Vermieter, musste mit dieser Verantwortung jetzt aber dringlich die Information zu den Stornierungen an die Veranstalter versenden. Betroffen sind unter anderem die Auftritte von Howard Carpendale, Profiler Suzanne Grieger-Langer, Ralf Schmitz, Luke Mockridge, Scooter, Sascha Grammel und The Hollies.

 
 

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