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Koelnmesse erreicht 2025 starke Ergebnisse

13.01.2026

Die Koelnmesse erzielte 2025 einen vorläufigen Umsatz von rund 450 Millionen Euro (2024: 365,8 Millionen Euro) und ein konsolidiertes Konzernergebnis von rund 60 Millionen Euro (2024: 21,3 Millionen Euro).

„2025 war für uns ein starkes Jahr – wirtschaftlich, international und operativ. Zugleich wissen wir, dass die kommenden Jahre anspruchsvoller werden und bereits 2026 turnusbedingt ein herausforderndes Geschäftsjahr sein wird“, sagt Gerald Böse, CEO der Koelnmesse. Um dieser Entwicklung frühzeitig zu begegnen und die eigene Widerstandsfähigkeit zu stärken, setzt die Koelnmesse mit der strategischen Agenda „level35“ die Weichen für Stabilität und Wachstum in einem Umfeld, das stark von Unsicherheiten und geopolitischen Spannungen geprägt ist.

79 Events weltweit, davon 38 im Ausland

Insgesamt verzeichnete die Koelnmesse im Jahr 2025 in Köln und weltweit 79 Veranstaltungen, darunter 57 Eigenveranstaltungen. Besonderes Aushängeschild war die Weltleitmesse Anuga, die als größte Veranstaltung in der über 100-jährigen Unternehmensgeschichte ganz neue Maßstäbe setzte. Über 8.000 Aussteller aus 110 Ländern und mehr als 145.000 Fachbesuchende aus über 190 Nationen füllten die gesamten Messehallen in Köln auf circa 300.000 Quadratmetern. Der Auslandsanteil lag bei 94 Prozent auf Aussteller- und 80 Prozent auf Besucherseite. In einem von globalen Spannungen und Protektionismus geprägten Jahr setzte die Anuga ein sichtbares Zeichen für internationalen Austausch. „Die Anuga zeigt, welche Bedeutung internationale Branchentreffen gerade in herausfordernden Zeiten haben: Sie unterstützen den Dialog, schaffen Vertrauen und zeigen, wie vernetzt und dynamisch die globale Wirtschaft agiert“, kommentiert Koelnmesse-COO Oliver Frese. 

Die Koelnmesse hat 2025 ihre globale Präsenz substanziell ausgebaut. Von den insgesamt 79 Veranstaltungen fanden 38 im Ausland statt, ergänzt durch acht neue Formate. Um diese Entwicklung gezielt voranzutreiben, hat die Koelnmesse 2025 sowohl in Asien als auch im Nahen und Mittleren Osten organisatorische Weichen gestellt. Mit der Berufung von Mathias Küpper zum Regional President Asia-Pacific werden die Gesellschaften in Singapur, Thailand, Indonesien, Japan, China und Hongkong enger vernetzt und die Weiterentwicklung wichtiger Messemarken in zentralen asiatischen Wachstumsmärkten unterstützt. Im kommenden Jahr wird eine weitere Tochtergesellschaft in Indonesien eröffnet. Parallel dazu richtet die Koelnmesse den Vertrieb in der MENA-Region – also im Mittleren Osten und in Nordafrika - neu aus: Ein Netzwerk lokaler Auslandshandelskammern betreut künftig die zehn Zielmärkte, um Kundennähe, Marktbearbeitung und regionale Präsenz auszubauen.

Expo Osaka 2025: Deutscher Pavillon 

Die Koelnmesse verantwortete im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie den Betrieb des deutschen Pavillons auf der Expo Osaka 2025 – und setzte dabei ein starkes internationales Zeichen. Der Pavillon „Wa! Germany“ zog in 184 Tagen über drei Millionen Besuchende an und wurde zu einem echten Aushängeschild für Deutschland. Die Präsentation erhielt vom Bureau International des Expositions gleich zwei Auszeichnungen: den Sustainability Award und den Silber-Award für Themenentwicklung. „Unser Beitrag in Osaka hat die Beziehungen zu unseren japanischen Partnern gestärkt und neue Geschäftschancen eröffnet. Es zeigt, wofür die Koelnmesse steht – Menschen und Ideen über Grenzen hinweg zu verbinden“, sagt Denis Steker, Senior Vice President International.

Parallel zum erfolgreichen Start des Confex verzeichnen die Koelnmesse und ihre Tochtergesellschaft Koelncongress einen deutlichen Nachfrageschub im Bereich der Gastmessen. Besonders deutlich wird dies anhand der Zusammenarbeit mit RX (Reed Exhibitions Limited), die bereits erfolgreiche Formate wie die Fibo und die Chemspec in Köln ausrichten. So kommt ab Januar 2027 ein weiteres Highlight hinzu: die PSI, Europas führende Leitmesse für Werbeartikel, die RX künftig dauerhaft in Köln veranstalten wird. Dann treffen an drei Tagen über 11.000 Werbeartikelhändler, Veredler und Agenturen auf rund 600 Hersteller und Importeure. 

Ausblick: 2026 wird anspruchsvoll

 Für 2026 stellt sich die Koelnmesse turnusbedingt auf ein herausforderndes Jahr ein. Außerdem bleibt die wirtschaftliche Erholung in Deutschland weiter aus, der Mittelstand, der Messeauftritte traditionell als Tor zur Welt nutzt, steht unter erheblichem Druck, und gestiegene Kosten sowie geopolitische Spannungen dämpfen die Investitions- und Konsumlaune weltweit. „Wir bewegen uns in einem der schwierigsten Marktumfelder der vergangenen Jahrzehnte. Entscheidend ist, unter diesen Bedingungen Kurs zu halten und unsere Ressourcen dort einzusetzen, wo wir Wirkung erzielen können“, blickt Gerald Böse nach vorn. Gleichzeitig setzt die Koelnmesse bewusst auf internationale Kooperationen und Aktivitäten: 43 Auslandsveranstaltungen, darunter acht Premieren, sind für 2026 geplant und werden das globale Markenportfolio ergänzen. 

Erdwärme im Zentrum der Klimastrategie 

Neben einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung verfolgt die Koelnmesse ambitionierte Nachhaltigkeitsziele und strebt bis 2030 eine klimaneutrale Energieversorgung an. Dazu wurde die Photovoltaikfläche 2025 auf derzeit 20.000 Quadratmeter ausgebaut. Parallel bereitet Deutschlands drittgrößtes Messegelände den kompletten Umstieg auf fossilfreie Erdwärme vor. Nach abgeschlossenen Erkundungen und erfolgreichen Probebohrungen läuft nun die Umsetzung: Die Schluckbrunnen sind fertiggestellt, die Infrastruktur wird ausgebaut und die maßgefertigten Wärmepumpen gehen zeitnah in Produktion. 

Zudem hat der Aufsichtsrat der Koelnmesse im Herbst 2025 den Weg frei gemacht für die Planung des lang erwarteten Baus eines neuen Multifunktionsgebäudes, in dem unter anderem auch die Verwaltung der Koelnmesse Platz finden soll. Nach der Anuga 2027 soll direkt am ICE-Bahnhof Köln Messe/Deutz ein Neubau entstehen, der Bürokapazitäten mit zusätzlicher Eventlogistik und Gastronomie-Infrastruktur vereint. Das Investitionsvolumen von rund 193 Millionen Euro finanziert die Koelnmesse aus eigener Kraft. „Wir investieren mit Weitsicht nicht nur in ein Gebäude, sondern in die Qualität und Zukunftsfähigkeit unseres gesamten Standortes“, sagt Messechef Gerald Böse.

 
 

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