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Messe Frankfurt erwartet rund 600 Millionen Euro Umsatz

06.07.2023

Die Messe Frankfurt kann ihren Wachstumskurs schneller als gedacht fortsetzen und erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen weiteren Umsatzanstieg.

Rund 340 Veranstaltungen werden 2023 unter dem Dach der Messe Frankfurt stattfinden. Nach einem sehr dynamischen ersten Geschäftshalbjahr sind auch die Prognosen für die zweite Jahreshälfte gut. Nicht zuletzt durch die Entscheidung des Managements während der drei vergangenen Krisenjahre auf Entlassungen zu verzichten, kann die Unternehmensgruppe operativ aus dem Vollem schöpfen. Mit Investitionen in ihr Kerngeschäft sowie in die digitale Transformation und den Schwerpunkt Nachhaltigkeit entwickelt die Messe Frankfurt ihre langjährige Unternehmensstrategie weiter.

„Die Rückkehr eines intensiven Veranstaltungsgeschäfts mit hohen Internationalitäts- und Zufriedenheitsraten zeigt das Commitment durch alle Branchen. Das Geschäftsjahr 2023 liegt deutlich über unseren Erwartungen. Wenn sich alles so gut weiterentwickelt, rechnen wir für 2023 wieder mit einem positiven operativen Ergebnis und können trotz eines turnusbedingt veranstaltungsärmeren Eigenveranstaltungsjahres am Heimatstandort einen Umsatz von rund 600 Millionen Euro erreichen. Damit ist die Messe Frankfurt im weltweiten Wettbewerb zurück in der Top-Liga“, betonte Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, heute auf der Unternehmenspressekonferenz.

Stephanie Wüst, Dezernentin für Wirtschaft, Recht und Reformen der Stadt Frankfurt und Aufsichtsratsvorsitzende der Messe Frankfurt, betonte: „Das Messegeschäft hat sich spürbar erholt und seit Jahresmitte 2022 wieder erfreulich entwickelt, obwohl die Rekorde der Vor-Corona-Jahre noch nicht ganz in Reichweite liegen. Es ist eine gute Nachricht für den Ballungsraum Frankfurt Rhein-Main, dass der Wirtschaftsmotor Messe Frankfurt wieder läuft und zum Wohlstand unseres Standorts beiträgt. Als Aufsichtsrat sind wir der Geschäftsführung und der Belegschaft der Messe sehr dankbar, dass sie in diesen schwierigen Jahren besonnen agiert und mit viel persönlichem Einsatz den Kurs gehalten haben. Denn die Messe Frankfurt steht unserer Stadt und Region nicht nur gut zu Gesicht, sondern sie ist auch ein internationales Aushängeschild. Mit der strategischen Ausrichtung des weltweiten Portfolios, dem digitalen und nachhaltigen Umbau des Standorts sowie dem Ziel der Klimaneutralität bis 2040 stehen weiterhin große Aufgaben bevor. Dabei werden wir der Messe Frankfurt als Ansprechpartner immer gern mit Rat und Tat zur Seite stehen.“

Nach Vorlage des finalen Finanzberichts für das Geschäftsjahr 2022 haben sich die Umsatzerlöse trotz eines noch pandemiebedingt eingeschränkten Veranstaltungsjahres mit 454,2 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr (2021: 153,8 Mio. Euro) nahezu verdreifacht. Davon wurden im Inland rund 314 Millionen Euro erwirtschaftet, das ist ein Anteil von 69 Prozent an den Konzern-Umsatzerlösen. Der erwirtschaftete EBITDA erreichte 40,6 Millionen Euro (2021: -74,9 Mio. Euro). Der Konzernjahresfehlbetrag hat sich verringert und liegt bei -25,7 Millionen Euro (2021: -139,2 Mio. Euro). Die Kennzahlen im Geschäftsjahr 2022 haben sich gegenüber dem Vorjahr wesentlich verbessert. Insgesamt fanden im abgelaufenen Geschäftsjahr 310 Veranstaltungen statt, mit mehr als 46.500 ausstellenden Unternehmen und über 2,4 Millionen Besucher.

Klimaneutral und digital
In der strategischen Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe nimmt nachhaltiges und umweltbewusstes Handeln eine zentrale Bedeutung ein. „Unser Anspruch ist es, ethisches Verhalten und wirtschaftliches Agieren im Kontext mit ökologischen Werten zu vereinen. Mit der nun geschaffenen Zielarchitektur setzen wir den nachhaltigen Umbau im Unternehmen fort und werden die drei Dimensionen Ökologie, Soziales und Ökonomie strukturiert weiterbearbeiten“, erläuterte Marzin. Bis spätestens 2040 soll der Messeplatz Frankfurt klimaneutral sein. Im Rahmen ihres Texpertise Network hat die Messe Frankfurt ihren ersten Sustainability Development Goals (SDG) Report veröffentlicht. „Der Report soll Inspiration und Ansporn sein, gemeinsam Aktivitäten weiterzuentwickeln und sich intensiv für das Erreichen der SDGs in der globalen Textilbranche bis 2030 einzusetzen,“ verdeutlichte Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, das Engagement.

Neben Nachhaltigkeit ist Digitalisierung für die Messe Frankfurt ein weiterer Faktor, um Wachstum zu generieren und das Kerngeschäft zu stärken. Die Unternehmensgruppe wird ihr vor rund fünf Jahren begonnenes internationales Modernisierungsprogramm weiter ausbauen. „Mit groß angelegten Digitalisierungsprogrammen in der Unternehmensgruppe werden wir den gesamten Konzern weiter modernisieren und fit für die Zukunft machen“, betonte Marzin. Dabei steht die Effizienzsteigerung für die Kunden sowie eine inhaltlich optimierte Verzahnung der Veranstaltungen mit entsprechenden event-bezogenen digitalen Plattformen im Vordergrund. „Wir stärken in Gänze unsere operative Effizienz und pflegen eine konstante Partnerschaft mit unseren Kund*innen an 365 Tagen“, so Marzin.

Forcieren wird die Messe Frankfurt ihre Auslandsaktivitäten. Rund 20 Premierenveranstaltungen sind zwischen 2023 und 2025 geplant. Am Heimatstandort Frankfurt spielen Gastveranstaltungen eine wichtige Rolle, rund 200 Messen, Kongresse, Tagungen und Events werden im laufenden Geschäftsjahr in Frankfurt zu Gast sein. Neben vielen traditionellen Gastveranstaltungen, mit denen die Messe Frankfurt seit langen Jahren eine intensive Partnerschaft pflegt, werden neue Formate den Heimatstandort bereichern.

 
 

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