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Messe München erwartet für 2022 ein profitables Ergebnis

08.12.2022

Das Messegeschäft ist in den letzten drei Quartalen des Jahres 2022 stark zurückgekommen. In München wird ein Umsatz von über 400 Millionen Euro erwartet.

Nach den deutlichen Verlustjahren 2020 und 2021 hat sich das Geschäft der Messe München mit rund 40 Eigenveranstaltungen im In- und Ausland sowie rund 90 Gastveranstaltungen wieder erfolgreich eingestellt. Die Besucher- und Ausstellerzahlen der derzeitigen Messen liegen zwar immer noch unter den Rekordzahlen im Vergleich zu Vor-Corona, dennoch kommt die Messe München auf ein Besucherniveau von etwa Dreiviertel und liegt mit dieser Quote über dem deutschen Branchendurchschnitt. Die beiden Geschäftsführer Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel, die seit 1. Juli 2022 an der Spitze der Messe München stehen, erwarten daher für das Jahr 2022 einen positiven Abschluss.
Dabei zeigte sich, dass die Messe München in 2022 bei Investitionsgüter- und Technologiemessen besonders stark performte und dies bei einer hohen Internationalität. Die CEO-Doppelspitze zieht eine entsprechende erste Bilanz:

“Wir sind hocherfreut, dass gerade Messen im Bereich Investitionsgüter und neuer Technologien wieder so kraftvoll zurückgekommen sind und vor allem bei der Internationalität punkten konnten. Zugleich hat sich eindrucksvoll manifestiert, dass Präsenzmessen für diese Industrien zum Teil mit digitalen Ergänzungen eines der wichtigsten Instrumente im Vertriebs- und Marketingmix sind. Das ist eine hervorragende Basis für die nächsten Jahre und bestätigt uns auf unserem Weg, den Fokus auf organisches Wachstum gesetzt zu haben.“

Die beiden Geschäftsführer Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel erwarten nach den aktuellen Hochrechnungen (Stand: November 2022) einen Umsatz von über 400 Millionen Euro (2021: 127,2 Millionen Euro) und ein EBITDA von über 100 Millionen Euro. Zum Vergleich: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag für die GmbH in 2021 noch bei - 33,0 Millionen Euro. Dieses enorm starke Ergebnis ist auch auf den Sondereffekt zurückzuführen, dass zwei Veranstaltungen erfolgreich aus dem Corona-Jahr 2021 in das Jahr 2022 verschoben werden konnten.

Trotz dieses positiven Resümees des Messejahres 2022 warnt die CEO-Doppelspitze vor zu großer Euphorie: „Auch die Jahre 2023 und 2024 werden intensive Messejahre, die aber im Ergebnis nicht an 2022 anschließen werden.“ Grund dafür sind die weitreichenden Einschränkungen der wirtschaftlichen Aktivität wie Corona-Nachwirkungen, die Lieferkettenproblematik, die mangelnde Energiesicherheit aber vor allem auch der Messekalender in den nächsten beiden Jahren. Im Jahr 2023 stehen bei der Messe München erneut eine Vielzahl an Messen an: 13 Veranstaltungen in Deutschland, 40 im Ausland sowie 91 Gastveranstaltungen und Kongresse.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit
Zwei Trends sind ausschlaggebend für die Wettbewerbsfähigkeit in der Zukunft, die das Unternehmen verfolgt: Zum einen werden Daten und Digitalisierung entlang der Wertschöpfungskette und nah am Kerngeschäft zur Prozessbeschleunigung ausgerichtet. Beispielhaft startet ganz neu im nächsten Jahr die Bau Insights als erste personalisierte und interaktive Informationsplattform der Bauindustrie und erweitert damit die physische Messe Bau auf 365 Tage im Jahr.

„Mit der Bau Insights machen wir Messen erlebbar, schaffen eine optimale Voraussetzung für Begegnung und Austausch auf den Messen und bieten unseren Kunden auch unterjährig an, ihre Produkte und Dienstleitungen für die Besucher der Bau, insbesondere Architekten, online zu präsentieren. Damit verlängern wir die Messe quasi auf 365 Tage im Jahr“, erläutert Reinhard Pfeiffer dieses Beispiel für den künftigen digitalen Ansatz der Messe München.

Der zweite Trend ist das Thema Nachhaltigkeit, das die Messe München zwar schon seit vielen Jahren begleitet, aber inzwischen eine der wichtigsten Säulen der strategischen Grundrichtungen geworden ist. Im Rahmen der Messe München Nachhaltigkeitsstrategie geht sie gemeinsam mit den Ausstellern und den Besuchern in den nächsten Jahren den Weg in eine nachhaltige Zukunft mit dem Ziel der CO₂ Neutralität bis 2030. In diesem Jahr wurde z.B. erstmals mit dem „GoGreen-Audit“ den Ausstellern die Möglichkeit geboten, den CO₂-Fußabdruck ihres Messeauftritts messen zu lassen und – wenn gewünscht – dann auch zu kompensieren.

Stefan Rummel erläutert die Nachhaltigkeitsstrategie der Messe München: „Das Thema Nachhaltigkeit wird in den kommenden Jahren noch konsequenter vorangetrieben. Dabei stehen neben vielen einzelnen Maßnahmen besonders die Themen Abfallentsorgung und Energiemix auf der obersten Prioritätenliste. Wir machen uns auf den Weg in Richtung Kreislaufwirtschaft und CO₂-Neutralität. Hier befinden wir uns heute am Anfang eines breit angelegten Transformationsprogramms. Denn es steht außer Frage, dass nachhaltiges Handeln auch in der Messebranche ein entscheidender Wettbewerbsfaktor sein wird.“

 
 

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