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AUMA zu den Corona-Maßnahmen im Winter: Deutschland darf nicht noch länger Sonderwege gehen

04.07.2022

Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Messewirtschaft AUMA, sagt zu den Beratungen über Corona-Maßnahmen im Winterhalbjahr: „Die Lage für den Messeplatz Deutschland ist ernst.“

„Die Politik muss sich in diesen Tagen entscheiden, ob sie Deutschland als Messeplatz Nummer eins in der Welt stärkt oder die 70 Messeplätze hierzulande im dritten Corona-Winter klein schrumpft. Sie muss entscheiden, ob Messen weiterhin Wirtschaftsmotor ihrer Branchen und Regionen sind oder Zuschussbetriebe werden. Angesichts der geopolitischen Lage darf die Politik in Deutschland nicht noch länger Corona-Sonderwege gehen und hausgemachte Probleme verursachen. Alle Kraft für diesen dritten Neustart der Messewirtschaft seit 2020 ist endlich. Die Lage für den Messeplatz Deutschland ist ernst.

Komplexe, kaum nachvollziehbare und sich stetig ändernde Beschränkungen sind keine Geschäftsgrundlage für das Winterhalbjahr, sie richten aber enormen gesamtwirtschaftlichen Schaden an, wie die zurückliegenden beiden Jahre traurig belegen: Mehr als 55 Milliarden Euro wirtschaftlicher Schaden durch Messeverbote und ein Aderlass an guten Leuten. Kapazitätsbeschränkungen oder gar Messeverbote dürfen im Jahr drei der Pandemie nicht mehr zum Instrumentenkasten gehören, funktionierende Hygienekonzepte und motivierende Impfkampagnen hingegen schon.

Es darf nach zwei nahezu messefreien Jahren keine weitere Eiszeit für Messen geben. Die deutsche Wirtschaft braucht bei der Gleichzeitigkeit an enormen Herausforderungen dieser Tage neue Partner, frische Ideen, andere Wege. Messen sind dafür der Dreh- und Angelpunkt, sie sind der Handelsplatz der Wirtschaft – auch im Winter. Die Politik muss Messen möglich machen, um wegweisende Lösungen zu befördern.

Nicht nur bei der Energieversorgung müssen wir in diesem Sommer schon über den Winter reden. Auch das Möglichmachen von Messen im Winterhalbjahr muss jetzt auf die Tagesordnung.“

 
 

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